Apokalypse
Zwischen Himmel und Hölle
Der Weltuntergang
Fürchterliche Katastrophen suchen die Menschheit heim. Erdbeben und Orkane erschüttern die Welt. Kometen stürzen vom Himmel. Die Sonne verfinstert sich. Das Böse regiert die Welt. Alles Horrorszenarien, die von den Traumfabriken Hollywoods gewinnbringend aufgegriffen werden. Zudem sind sie der Stoff für religiöse Gruppierungen, die an der Schwelle zum dritten Jahrtausend das nahe Ende der Welt beschwören. Die gemeinsame Quelle dieser Vorstellungen ist die biblische Apokalypse in der Offenbarung des Johannes, die die Menschheit seit jeher fasziniert und in den Köpfen bewegt.
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Abbildung Hölle. Brüder Limburg,
Très Riches Heures, nach 1411. Detail
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Apokalypse - Zwischen Himmel und Hölle"
Die große Sonderausstellung von Stadt und Diözese Passau führte mitten in die Endzeit. Zeugnisse und Bilder vom Jüngsten Gericht, von Himmel, Hölle und Fegefeuer finden sich an Decken und Wänden in Kirchen und Klöstern in aller Herren Länder. Die Sonderausstellung zeigte hochrangige Kunstwerke aus mehreren europäischen Ländern. Mit modernsten Kommunikationsmitteln konnte der Besucher in die Visionen vom Weltuntergang eintauchen und erleben, wie sich die Vorstellungen der Menschheit vom Ende der Welt im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben. Die Sonderausstellung ging dabei den Ursachen auf den Grund: Ereignisse, die den Stoff für die Visionen vom Weltuntergang boten und immer noch bieten sind Naturkatastrophen, Hunger, Krieg, Seuchen und menschliche Not.
Propheten, Helden, Sagen und Legenden greifen diese Ereignisse auf, transportieren sie in die Zukunft und überzeugen ihre Rezipienten von ihrer eigenen Unvollkommenheit. Das Leben der Menschen ist endlich, und damit auch die Existenz dieser Welt. Propheten von Nostradamus bis Mühlhiasl lassen die Welt in ihren Weissagungen spektakulär untergehen.
Vom Weltuntergang zur Welterneuerung
Jedem Boom folgt irgendwann eine Rezession. Die Sonderausstellung "APOKALYPSE - Zwischen Himmel und Hölle" schwamm auf der Welle des Erfolges der Endzeitvisionen mit, griff sie auf und untersuchte sie kritisch. Dem Schrecken ohne Ende wurde das Positive an Veränderungen entgegengesetzt, denn schließlich wohnt dem Ende des zweiten Jahrtausends der Anfang zum Dritten inne.
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Ernst Fuchs:
Agnus Mysticus
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Ernst Fuchs:
Das himmlische Jerusalem
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Ernst Fuchs:
Apokalypse XII. Kapitel
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"Apokalypse - Zwischen Himmel und Hölle" wurde durch den Milleniumsfond "Bayern 2000 - Erbe und Auftrag" der Bayerischen Staatsregierung unterstützt. Mit dem Höllenspektakel, der Himmlischen Donaufahrt und der langen Museumsnacht gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm, das die Ausstellung während ihrer Laufzeit begleitete.
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