Grenzenlos
Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung 2004
HerrschaftsZeiten
Glanz und Ende des Fürstbistums Passau
Mit der Ausstellung „Herrschaftszeiten. Glanz und Ende des Fürstbistums Passau“ erfüllen die Ausstellungsmacher einen lange gehegten Wunsch des Publikums und beleuchten zudem das Rahmenthema „Grenzenlos“ unter einem ganz besonderen Aspekt: Die Besucher tauchen ein in die Welt des 17. und 18. Jahrhunderts, die Zeitalter des Barock, des 30 jährigen Krieges, der Aufklärung und des Unterganges des „Ancien Regime“ nach französischer Revolution und napoleonischen Kriegen durch Mediatisierung und Säkularisation.
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Blick in die Ausstellung
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Barockführung Leopold und Eleonora
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Anhand einmaliger Exponate aus bedeutenden Sammlungen und Museen Europas, unterstützt durch eine einleitende Multivisionsshow, aufwändige Rauminstallationen und museumspädagogische Medien, Audioguide und EDV-gesteuerte Präsentationstechnologie erleben die Besucher auf über 1000 qm Ausstellungsfläche, wie die Ereignisse dieser zwei bewegten Jahrhunderte auf Hochstift, Bistum, Residenzstadt Passau und ihre Menschen eingewirkt haben, bzw. welche Entwicklungen von hier ausgegangen sind. Grundlagen, Strukturen und Gesetzmäßigkeiten der Regierung über das kleine geistliche Fürstentum Passau werden offengelegt, dessen Herrscher aufgrund der besonderen geopolitischen Lage im Laufe der Jahrhunderte stets zwischen Habsburg und Wittelsbach, Österreich und Bayern lavieren mussten.
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Blick in die Ausstellung
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Die Funktion als bischöfliche Residenzstadt wirkte auf alle Bereiche des Lebens und alle Bevölkerungsschichten ein und prägte Wirtschaftskraft, sowie gesellschaftliches und kulturelles Klima in der Stadt. Auch nach Beendigung der Habsburgischen Sekundogenitur 1664 wurden nur noch Kandidaten aus habsburgverbundenen Häusern zu Fürstbischöfen gewählt. Sie kümmerten sich intensiv um ihre Diözese, waren vor allem geistliche Oberhirten, im späten 17. und 18. Jahrhundert aber auch Herrscher des aufgeklärten Absolutismus, die gegen alte Zöpfe vorgingen und noch heute beeindruckende Maßnahmen und Reformen im Bereich des Sozial-, Gesundheits-, oder Bildungswesens durchführten. Die Ausstellung beleuchtet die Lebensumstände der Menschen auf dem Land und in der Stadt. Der Besucher wird Teil ihres Lebens, betritt -virtuell- Plätze und Häuser, nimmt Teil an Szenarien und Gesprächen. Er erlebt den barocken Alltag der Wohlhabenden und die Entbehrungen der Armen, den Glanz und das Ende des Fürstbistums Passau.
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