Tradition-Moderne-Innovation
07.06. - 12.09.2008
Mit Adolf von Hildebrands (1847-1921) viel beachteter Schrift "Das Problem der Form" wurde zu Ende des 19. Jh. eine neue Ära der Bildhauerei in München begründet. Das Erbe Hildebrands wurde von der nachfolgenden Bildhauergeneration um Bernhard Bleeker (1881-1968) und Hermann Hahn (1868-1942) auf deren Schüler weitergegeben und prägte über vier Generationen die Bildnerei an der Münchner Akademie.
Die neben Hans Wimmer (1907-1992) bekanntesten Münchner Vertreter der klassischen Moderne, deren Wer sich auch nach 1945 behaupten konnte, sind Toni Stadler (1888-1982), Anton Hiller (1893-1985), Josef Henselmann (1898-1987), Heinrich Kirchner (1902-1984), Georg Brenninger (1909-1988) und die früh verstorbenen Fritz Wrampe (1893-1934) und Ludwig Kasper (1893-1945) sowie Priska von Martin (1912-1982) als einzige Künstlerin.
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Adolf von Hildebrand, Jugendliche
Pilgerin; um 1916.
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Bernhard Bleeker, Jünglingstorso
1937 - 1948.
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Auch die spätere Generation nahm die menschliche Gestalt zum Ausgangspunkt ihrer bildnerischen Bemühungen. Als ihre wichtigsten Vertreter gelten Fritz Koenig (geb. 1924), Herbert Peters (1925-2006), Michael Croissant (1928-2002) und Wilhelm Uhlig (geb. 1930).
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Fritz Koenig, kleine Kugelkaryatide; 1968.
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Fritz Koenig, Hiob III; 1991.
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In der Gruppe "Spur" und "Wir" - später "Geflecht" - formiert sich in den 60er Jahren unter dem Eindruck internationaler Kulturrevolten eine neue Münchner Künstlerschaft, welche im Kollektiv eine Erneuerung des Kunstbegriffes anstrebt. Mit den so genannten "Antiobjekten" opponieren Lothar Fischer (1933-2004) und Hans Matthäus Bachmayer (geb. 1940) gegen konventionelle Vorstellungen von Kunst.
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| Hans Matthäus Bachmayer, Abenteur des Fliegens; 1964. |
Hans Matthäus Bachmayer, Antiobjekt; 1965 - 1966. |