Wissenschaftliche Tagung
Fürstbischöfliche Repräsentation im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit

Freitag, 5. und Samstag, 6. Oktober 2018


Detail Enthauptung der Hl. Katharina
Zum 800-jährigen Bestehen der Veste Oberhaus steht die Entwicklung der mittelalterlichen Burg zur fürstbischöflichen Residenz- und Festungsanlage im Mittelpunkt. Im Jubiläumsjahr 2019 werden die Forschungsergebnisse des EU-Projekts ViSIT zur Bau- und Burggeschichte den Besuchern präsentiert.

Als Auftakt zum Jubiläumsjahr widmet sich die Tagung Repräsentations- und Inszenierungsstrategien geistlicher Herrscher vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Diese spiegeln sich in der veränderten Funktions- und Nutzungsgeschichte von Burganlagen wieder, die zu Residenzen und/oder Festungsanlagen ausgebaut wurden. Dabei bildeten sich im Alten Reich seit dem 16. Jahrhundert Residenzenlandschaften heraus, in der Burgen, Residenzen, Jagd- und Lustschlösser zu einem elaborierten System fürstlicher Herrschaftspräsentation formierten. Diesen Entwicklungen in der Inszenierung fürstlicher Macht geht die Tagung anhand der geistlichen Fürsten im süddeutschen Raum zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit nach.

Dabei stehen folgende Forschungsfragen im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung: Welche Möglichkeiten hatten die Fürstbischöfe ihr Herrschaftsamt in der Architektur zu visualisieren? Inwiefern orientierten sie sich architektonisch an den weltlichen Herrschern? In welchem funktionalen Verhältnis stehen Burgen, Residenzen, Jagd- und Lustschlösser hinsichtlich ihrer Nutzung zueinander und bilden dadurch eine Residenzenlandschaft aus? Welche architektonische Infrastruktur (Treppen, Kapellen, Repräsentationsräume und Raumfolgen, Gärten etc.) benötigte ein geistlicher Fürst? Wie und in welcher Form mussten die Burganlagen verändert werden, um sie als repräsentativen Wohnsitz weiter nutzen zu können?

Das ausführliche Programm der Tagung zum Download im pdf Format: Tagungsprogramm

Anmeldung
Die wissenschaftliche Tagung ist öffentlich, jedoch bitten wir um verbindliche Anmeldung zur Tagung bzw. zum Abendvortrag unter museumskasse@passau.de oder +49 851 396800.

Kosten
Die Teilnahme an der Tagung sowie am Abendvortrag ist frei.
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