Hans Wimmer - Sammlung (1907 - 1992)
Die klassische Schönheit der lebensgroßen Plastik "Stehender Jüngling" (1951 ) erfüllt, ebenso wie sein thematisches Pendant, der Torso "Große Stehende", in jeder physiognomischen Nuance Hans Wimmers Gesetze von "Volumen, Kubus, Zwischenraum, Fläche und Gewicht", die sie zu einem "guten Bildwerk" und der "richtigen Figur" formen.

Neben zahlreichen Porträtbüsten zeitgenössischer Berühmtheiten oder persönlicher Familienmitglieder bezaubern unter der Vielzahl an Kleinplastiken, Statuetten, Terracotten und Medaillen die Bronzestatuetten "Liegendes Mannequin" und "Sitzendes Mannequin" ebenso wie der "Kopf einer Tänzerin" durch die anmutige Grazie ihrer Körper- bzw. Kopfhaltung.
Die umfangreiche Menagerie an Tierdarstellungen von Ziegen, Katzen, Kamelen und vor allem Pferden setzt eine akribische Beobachtung der natürlichen Verhaltensweisen und Be-wegungsabläufe voraus. Der Künstler mit dem "faible für Pferde" war nicht nur der "beste Pferde - Bildhauer des Jahrhunderts" (Heinz Spielmann), er war europaweit mit Ausstellungen vertreten und hatte in Hamburg, Nürnberg und Düsseldorf Professuren an der Akademie der Bildenden Künste inne.


Große Stehende (Torso) 1956, Bronze Sitzendes Mannequin 1965, Bronze
Der 1907 in Pfarrkirchen geborene Künstler erlebte noch die Eröffnung seiner Sammlung im OberhausMuseum im Juni 1987, er starb 1992 im Alter von 85 Jahren.

| Atelier-Szene, Hans Wimmer |