Rätselsonntag Lösungen

Rätselsonntag auf der Veste Oberhaus

Sonntag, 15. Mai, 10-17 Uhr

Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ durften sich am Sonntag, 15. Mai, anlässlich des Internationalen Museumstages alle Besucher der Burganlage auf eine spezielle Rätseltour begeben. Hier galt es ganz genau hinzuschauen! Über die Ausstellungen des Oberhausmuseums verteilt befanden sich spannende Fragen zu Details von Objekten und Hinweisen in den Wandtafeln. Mitmachen konnte jeder, der Spaß an kuriosen und spannenden Quizfragen rund um die Veste Oberhaus, das Mittelalter und allerlei Wissenswertem aus der Vergangenheit hat. Jeder Museums-Detektiv bekam am Ende eine kleine Überraschungs-Belohnung mit auf den Weg.

Haben Sie auch ganz genau hingesehen? Hier gibt es jetzt die Antworten auf die kniffligen Fragen!

Des Rätsels Lösungen

1. Welcher Bischof ließ das Gebäude errichten, welches von der Stadt aus mit der weithin sichtbaren Jahreszahl seiner Fertigstellung zu erkennen ist?

a. Bischof Tiemo (1087-1105)
b. Bischof Christoph von Schachner (1490-1500)
c. Bischof Michael von Rampf (1889-1901)

Fürstbischof Christoph von Schachner ließ den Festsaalbau errichten, erlebte dessen Fertigstellung aber nicht mehr. Von der Altstadt aus ist dieses das wohl prägendste Gebäude der Veste mit der Jahreszahl 1499 und den Wappen des Schachnerschen Steinbocks und des Passauer Wolfes. Die Schreibweise der Ziffer 4 in der Form einer halben 8 ist übrigens typisch für Schriften des 15. und 16.Jahrhunderts.

Richtig war Antwort b.

2. Welches Geschäft gehörte dem Stifter dieses Bildes, dem Ratsbürger Frantz Freidenberger?

a. die Apotheke zur goldenen Gantz
b. der Weinkeller zum lustigen Hans
c. das Wirtshaus zum guldenen Hirschen

Frantz Freidenberger besaß das Wirtshaus zum guldenen Hirschen zu jener Zeit, als an der Innseite zur Altstadt hin eine der 14 Kanonen plötzlich explodierte. Ein Kanonenstück flog dabei sogar in das Wohnzimmer des Fürstbischofs. Da Gott sei Dank niemand zu Schaden kam, stiftete Frantz Freidenberger dieses Gemälde, damit immer dieser gut ausgegangenen Katastrophe erinnert wird.

Richtig war Antwort c.

3. Welches Wappen stellt den Namen der Familie bildlich dar?

a. Familie Einhorn
b. Familie Gabler
c. Familie Ritter

Das Gemälde zeigt eine ganze Reihe Passauer Bürgerwappen. Die Familien gehörten der Oberschicht an, viele waren im Rat vertreten und übernahmen soziale Aufgaben. Die Familie Gabler gehörte dazu und hat ihren Namen auch bildlich im Wappen dargestellt. Bei vielen Namen ist das nicht möglich gewesen – z.B. bei dem ältesten Wappen von Johannes Kaltrumer von 1547. Bei Familie Gabler jedoch bot es sich förmlich an.

Richtig war Antwort b.

4. Was war ein Schopper?

a. Ein Einkaufshelfer
b. Ein Schiffsbauer
c. Ein Salzverkäufer

Unbefestigte Straßen und geringe Frachtkapazitäten machten den Landtransport mühselig und teuer. Der Transport von wertvollem Salz aus Österreich über Passau wurde deshalb über den Fluss abgewickelt. Viele Gewerke verdienten dadurch. So auch die Schopper, die ihre Schiffsbauwerkstätten in der Ilzstadt hatten und die Hallaschen wieder instand setzten. Der Name stammt vom „Schoppen“ (stopfen) der Ritzen der Boote mit Moos.

Richtig war Antwort b.

5. Welche leider verlorengegangene Waffe besaß das „Passauer Tödlein“ ursprünglich?

a. Schwert
b. Pfeil und Bogen
c. Sense

Die 1673 geschaffene Statuette des Todes ist mit Pfeil und Bogen als todbringender Jäger gekennzeichnet. Anders als der Tod mit der Sense zeigt dieser hier an, dass er sehr genau trifft – und somit jedes Opfer gezielt ausgesucht worden ist. Die leidvollen Erfahrungen des Jahrhunderts mit Krieg und Seuchen spiegeln sich in der kleinen Buchsbaumfigur wider.

Richtig war Antwort b.

6. Wie viele Fenster hat die Fassade (= Nordseite) der Bischöflichen Residenz?

a. 12
b. 24
c. 36

Leopold Ernst von Firmian gab 1763 die Umgestaltung der sehr nüchternen und einfach gehaltenen Fassade der Neuen Residenz in Auftrag. So wurde durch aufwendige Umrahmungen der 36 Fenster und zwei weit ausschwingenden Portalen mit Balkonen die Residenz im Stil der Zeit prunkvoll umgestaltet.

Richtig war Antwort c.

7. Wie oft schoss die Kanone, um anzuzeigen, dass die Altstadt brannte?

a. 1 Mal
b. 3 Mal
c. 5 Mal

Nachdem 1662 und 1680 Passau von zwei großen Feuersbrünsten heimgesucht wurde, erließen die Bischöfe detaillierte Feuerordnungen, um erneute Stadtbrände auszuschließen. Jetzt wurde die Brandüberwachung nicht mehr vom Rathausturm her gewährleistet, sondern vom Oberhaus. Eine geladene Kanone stand bereit, um den Ausbruch zu melden. Ein Schuss bedeutete, dass der Brand im Umland wütete, zwei in der Ilzstadt und am Anger, drei in der Innstadt, vier im Neumarkt, fünf in der Altstadt und sechs in der bischöflichen Residenz.

Richtig war Antwort c.

8. Was wurde als Explosionsmaterial in frühe Brandgranaten gefüllt?

a. Kohle
b. Kalk
c. Kreide

Bevor man Schwarzpulver verwendete, war es auch üblich, in Brandgranaten Kalk zu füllen, da dieser auch explodieren konnte. Es handelte sich hierbei wahrscheinlich um den sogenannten Löschkalk, der schwere Brände und Augenreizungen verursachen konnte. Allerdings war das Schwarzpulver sehr viel besser zu kontrollieren und bald auch problemlos zu beschaffen.

Richtig war Antwort b.

9. Was kam NICHT auf die Tafel des Passauer Fürstbischofs?

a. Austern aus Venedig
b. Speiseeis im Sommer
c. Ketchup aus Tomaten

Die Fürstbischöfe von Passau wussten schon zu allen Zeiten, wie man das Essen richtig zelebriert. Durch Chronisten ist überliefert, was bei Feierlichkeiten auf die Tafel des Fürstbischofs kam. Zum Beispiel wurden Austern aus Italien aufgetischt und im Sommer Speiseeis. Das war in Zeiten ohne Gefrierschrank etwas ganz Besonderes! Ketchup suchte man allerdings dort vergebens. Tomaten stammen aus Amerika und das erste Rezept für unser heute bekanntes Tomatenketchup stammt aus dem Jahre 1812. Da waren die Passauer Fürstbischöfe schon nicht mehr die Herrscher über diese schöne Stadt.

Richtig war Antwort c.

10. Wie viele Kacheln findest Du, die mit einem mystischen Tier vierziert wurden?

a. 7
b. 9
c. 11

Der Drache ist ein Wesen aus der Mythologie und ziert hier insgesamt 9 der Ofenkacheln. Solch ein Kamin stellte eine herausragende Errungenschaft für die kalte Burg dar, die man nun erstmals (zumindest zimmerweise und ohne Rauchentwicklung) beheizen konnte. So verwundert es nicht, dass ein so wertvoller Einrichtungsgegenstand aufwändig verziert wurde. Die im Oberhaus geborgenen Ofenkacheln des 15. Jahrhunderts zählen zu den qualitätvollsten Exemplaren Europas.

Richtig war Antwort b.

11. Auf diesem Gemälde kann man viel entdecken. Auch eine bekannte Burg in der Nähe der Veste Oberhaus ist zu erkennen: die Burg Hilgartsberg. Bei welcher Zahl findest Du sie?

a. 29
b. 87
c. 133

Auf dem Gemälde, das Ereignisse des österreichischen Erbfolgekrieges im Donauraum zwischen Deggendorf und Vilshofen detailreich darstellt, erhascht man einen letzten Blick ins Mittelalter. Bis dahin sind noch viele Burgen erhalten, werden im Zuge des Krieges jedoch zerstört und prägen als Burgruinen unser heutiges Burgenbild. Die Burg Hilgartsberg stammt aus dem 12.Jahrhundert und wurde 1742 wahrscheinlich durch Freiherrn von der Trenck zerstört.

Richtig war Antwort c.

12. Von welchem Meeresbewohner wurde ein Körperteil einem mystischen Tier zugeschrieben?

a. Nautilusschnecke
b. Haifisch
c. Narwal

In unserer kleinen Wunderkammer finden sich allerlei Merkwürdigkeiten, die die Menschen schon vor Jahrhunderten begeisterten. So galt das Einhorn im Mittelalter als das reinste Lebewesen und sein Horn als Heilmittel gegen nahezu alles. Der Schneidezahn des Narwales, der optisch dem Einhorn-Horn entspricht, wurde daher als besonders wertvoll empfunden. Erst im Jahre 1638 zeigte ein dänischer Arzt und Naturforscher, dass das Horn einem Meeresbewohner statt einem mystischen Wesen gehörte.

Richtig war Antwort c.

13. Welcher Heilige wird mit 3 goldenen Kugeln dargestellt?

a. Hl. Nikolaus
b. Hl. Sebastian
c. Hl. Rochus

Nikolaus von Myra ist einer der bekanntesten Heiligen und sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird noch heute mit allerlei Bräuchen gefeiert. Die Legende besagt, dass Nikolaus einem Kaufmann, der mittellos wurde, heimlich in der Nacht 3 Goldklumpen durchs Fenster warf, damit dieser seine Schulden bezahlen konnte. Der Kaufmann ertappte den edlen Spender jedoch, weshalb die 3 Goldklumpen zu den Attributen des Hl. Nikolaus wurden.

Richtig war Antwort a.

14. Welchen Berg im Bayrischen Wald kann man vom Museum aus nicht mal bei schönem Wetter sehen?

a. Lusen
b. Großer Falkenstein
c. Dreisessel

Bei schönem Wetter hat man vom Böhmerwaldmuseum aus einen wunderbaren Blick hinein in den Bayerischen Wald. So kann man auch einige Gipfel ausmachen, zu denen jedoch der Große Falkenstein nicht gehört. Er liegt noch nordwestlicher als der Lusen und ist mit seinen 1312 m zwar der niedrigste dieser drei Bayerwaldgipfel, aber doch der 7. in der Liste der Gipfel des bayerischen Waldes.

Richtig war Antwort b.

15. Welche Unterrichtsfächer wurden in der Staatlichen Fachschule für Holzverarbeitung Wallern 1889 NICHT bewertet?

a. Projections- und Schattenlehre
b. Holzbalkenbelastungskunde
c. Elementares Freihandzeichnen

Tatsächlich gab es in der Schule für Holzverarbeitung enorm viel zu lernen und es wurde streng bewertet. Das Zeugnis liefert uns dafür den Beweis. Anders als heute, wurden damals auch noch Fleiß und sittliches Betragen bewertet. Holzbalkenbelastungskunde stand jedoch nicht auf dem Stundenplan. Das Fach entspringt unserer Fantasie.

Richtig war Antwort b.

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