Passau - Mythos & Geschichte

Die Ausstellung

Die erste Besiedelung von Passau liegt in ferner Vergangenheit. Ein römisches Kastell hat der Stadt ihren Namen gegeben: aus Castra Batava, Batavis und Pazzawe wurde schließlich Passau.

In enger Wechselwirkung mit der politischen Entwicklung der Stadt stand ihre wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Es war die geographische Lage Passaus an den drei Flüssen Donau, Inn und Ilz, die vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit ihre Stellung als bedeutende Handelsstadt vorbestimmte. Die Wappenhalterin Passavia belegt Stolz und Selbstbewusstsein einer wohlhabenden Bürgerschaft. Keramische Schiffszüge mit Ross und Reiter, Schilder aus Silber und Seide oder die Stadtwaage sind Zeugnisse der blühenden Handelsstadt.

 

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Nach den Stadtbränden entstand das barocke Passau mit seinen prunkvollen Kirchen und prächtigen Bürgerhäusern. St. Stephan, der größte Barockdom nördlich der Alpen und die Palazzi an der Innseite, haben der Stadt zu Recht den Beinamen "Bayerisches Venedig" gegeben. Prunkpartisanen, Seidenstaffierungen und Einlegearbeiten bekunden das Flair der barocken Welt.


Passau war auch religiöser Mittelpunkt, sowie Zentrum von Bildung und Wissenschaft. Aus dem Jesuitenkollegium entstand die "Fürstbischöfliche Akademie", Ursprung der späteren Philosophisch-Theologischen Hochschule und im Grunde der Passauer Universität. Erst durch die Säkularisation verlor der Bischof sein Reich und Passau seine Selbständigkeit.


An ausgewählten Schaustücken wird in der Ausstellung die Geschichte und Geschichten der Stadt nicht nur verständlich, sondern in Inszenierungen Mythos und Mystifikation für den Besucher auch spürbar.

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