    Die drei Ausstellungssäle dieser Sammlung sind dem "großen Thema der Bildhauerei - der Figur" gewidmet.
Ob menschliche oder animalische Figur, in seiner Beschränkung auf das Essentielle und Wesenstypische jeder Kreatur realisiert Hans Wimmer seinen Anspruch an eine klare, objektive Darstellungsweise in der Bildhauerei.
Die klassische Schönheit der lebensgroßen Plastik "Stehender Jüngling" (1951 ) erfüllt, ebenso wie sein thematisches Pendant, der Torso "Große Stehende", in jeder physiognomischen Nuance Hans Wimmers Gesetze von "Volumen, Kubus, Zwischenraum, Fläche und Gewicht", die sie zu einem "guten Bildwerk" und der "richtigen Figur" formen. Neben zahlreichen Porträtbüsten zeitgenössischer Berühmtheiten oder persönlicher Familienmitglieder bezaubern unter der Vielzahl an Kleinplastiken, Statuetten, Terracotten und Medaillen die Bronzestatuetten "Liegendes Mannequin" und "Sitzendes Mannequin" ebenso wie der "Kopf einer Tänzerin" durch die anmutige Grazie ihrer Körper- bzw. Kopfhaltung.
  Die umfangreiche Menagerie an Tierdarstellungen von Ziegen, Katzen, Kamelen und vor allem Pferden setzt eine akribische Beobachtung der natürlichen Verhaltensweisen und Bewegungsabläufe voraus. Der Künstler mit dem "faible für Pferde" war nicht nur der "beste Pferde - Bildhauer des Jahrhunderts" (Heinz Spielmann), er war europaweit mit Ausstellungen vertreten und hatte in Hamburg, Nürnberg und Düsseldorf Professuren an der Akademie der Bildenden Künste inne. Der 1907 in Pfarrkirchen geborene Künstler erlebte noch die Eröffnung seiner Sammlung im OberhausMuseum im Juni 1987, er starb 1992 im Alter von 85 Jahren.
Die Abbildungen wurden dem Katalog zur Ausstellung "Hans Wimmer- Sammlung im OberhausMuseum der Stadt Passau" entnommen 
|