• Plakatmotiv SA_2017

Sonderausstellung 2017

Passau von 1950 bis heute. Das Oberhausmuseum sucht Geschichte

20.07.2017 – 06.01.2018

Camping Oberhaus

Erstmals beleuchtet das Oberhausmuseum die jüngste Geschichte Passaus. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Stadt Passau seit 1950 in drei Kapiteln, die von Traditionen, Umbrüchen und Herausforderungen handeln. Auf knapp 200 qm geht es um prominente Institutionen und Persönlichkeiten der Stadt, den rasanten Wandel unseres Alltags, um Liebgewonnenes, Verlorenes, um Erfolge und Tragödien. Und am Ende darf auch geträumt werden.

Erstmals bestimmen die Kuratoren des Oberhausmuseums nicht alleine, welche Themen gespielt und welche Objekte gezeigt werden. Vielmehr wurden die Bürger aktiv eingebunden. Dazu initiierte das Oberhausmuseum einen Sammlungsaufruf für Objekte und Themenvorschläge. Insgesamt folgten dem Aufruf rund 200 Passauer. Knapp 300 Objekte sammelte das Museumsteam ein.

Passau ist eine geschichtsträchtige Stadt mitten im Dreiländereck von Bayern, Österreich und Tschechien, die oft im Zentrum umwälzender Geschichtsprozesse lag. Eine Stadt, die sich auch nach 1950 viel von Ihren Eigenheiten und Besonderheiten bewahrt hat und die bis heute – trotz aller Globalisierungstendenzen – eine starke eigene Identität besitzt. Von 20.07.2017 bis 06.01.2018 erzählt die Ausstellung mit rund 160 ausgewählten Objekten die Passauer Geschichte in drei Kapiteln: Traditionen, Umbrüche und Herausforderungen.

Das erste Kapitel handelt von den großen Traditionen Passaus. Altbewährte Geschichten werden aus neuen spannenden Perspektiven und anhand von teils außergewöhnlichen Objekten erzählt: von der Original Niha-Uhr, persönlichen Gegenständen von bekannten Passauern und den Ilzer Perlen bis hin zur Frage, was Fußball und Kirche miteinander verbindet.

Dem rasanten Wandel der letzten sechzig Jahre widmet sich das Kapitel „Passauer Umbrüche“. In den wilden 70ern veränderten sich im Zuge der Gebietsreform die Passauer Stadtgrenzen und die Gründung der Universität brachte Studentenleben in die Stadt. Die Ausstellung ermöglicht zudem ein Wiedersehen mit dem original Pemperlprater, mit dem viele Passauer liebgewonnene Erinnerungen an ihre Kindheit verbinden. Teile des damaligen Karussells werden aus dem Münchner Stadtmuseum für die Dauer der Ausstellung nach Passau zurückkehren. Und auch vermeintlich Verschwundenes wird wieder sichtbar: ob Verkehrszeichen oder abgerissene Häuser an Donau und Ilz, die örtlichen Institutionen der Passauer Konsumwelt oder die Ikonen des Freizeitvergnügens vergangener Tage, wie das Freibad Bschütt oder das alte ProLi. Sonderausstellung_Peda2

Aber auch die Herausforderungen, die Passau und seine Bewohner erlebt haben, sind Thema der Ausstellung. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind ein Bestandteil der Passauer Identität. Das dritte Kapitel handelt unter anderem vom Hochwasser, insbesondere das Jahrtausendhochwasser von 2013 steht im Fokus. Dokumentiert wird die Jahrtausendflut mit Wasserproben, die in den Hochwassertagen in der Innstadt gezogen wurden und originalen, noch gefüllten Sandsäcken. Auch das Thema „Geflüchtete“ ist Teil des Ausstellungsparcours. Persönliche Objekte von Helfern und Geflüchteten erzählen von Flucht, Hilfsbereitschaft und den betroffenen Menschen.

Und zum Schluss darf dann geträumt werden – von der Zukunft Passaus, einer der schönsten Städte der Welt.



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